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Übung und Ausbildung

Irrsee (Sbg/OÖ): Feuerwehren, Polizei, Feuerwehrtaucher und Drohnen bei Eisrettungsübung

Christian Stoxreiter zur Übersicht

Am Sonntag, 1. Februar 2026, hieß es für vier Feuerwehren, Polizisten, Feuerwehrtaucher und die Feuerwehrdrohnengruppe des Abschnitts Mondsee um 8.00 Uhr: „Person im Irrsee eingebrochen!"

Ausbildung am Eis

Nach dem dramatischen Einsatz und der erfolgreichen Hubschrauberrettung von zwei eingebrochenen Damen am Irrsee am 21. Jänner 2026, organisierte der Ausbildungsleiter des Feuerwehrabschnittes Mondsee Daniel Weber gemeinsam mit der Feuerwehr Zell am Moos eine realistische Eisrettungsübung mit anschließenden Eistauchgängen der Feuerwehrtaucher.

Theorieschulung am Beginn

Der Feuerwehrtaucher und Tauchgruppenleiter Jonathan Hansel schulte und vertiefte das vorhandene Wissen der Einsatzkräfte zum Thema Eisrettung, Unterkühlung und Belastbarkeit der Eisfläche. Bevor es zu den Praxisübungen auf den Irrsee ging, berichtete noch der Polizist, der versucht hatte, die eingebrochenen Frauen zu retten von der Rettungsaktion.

Praxis am Eis

Am See wurde dann mit verschiedenen Einsatzmitteln die Rettung einer eingebrochenen Person geübt. Die Drohnen der Feuerwehrdrohnengruppe des Abschnitts Mondsee kümmerten sich um die Lagedarstellung und die Räumung des Gefahrenbereichs mittels Lautsprecherdurchsagen. Aufgrund des Nebels, der hohen Luftfeuchtigkeit und der Temperatur von -2 Grad kam es immer wieder zu leichten Propellervereisungen, somit konnten Drohnenflüge nur sehr selektiv und in geringer Höhe erfolgen. 

Feuerwehrtaucher unter dem Eis

Im Anschluss an die Rettungsaktionen auf dem Eis übten die Feuerwehrtaucher des Tauchstützpunktes 4 die Personensuche unter dem Eis im Wasser 

Die Erkenntnisse aus der Übung waren sehr wertvoll und haben den Ausbildungsstand für etwaige Einsätze mit viel Praxiswissen angereichert - Danke an alle teilnehmenden Einsatzorganisationen für die Sonntagsübung und an die Übungsorganisatoren!

Die Übung konnte für die 72 Einsatzkräfte nach 3,5 Stunden beendet werden. Abschnittsfeuerwehrkommandant Alexander Neuhauser zeigte sicher sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf und den gewonnenen Erkenntnissen. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern für sonntägliche Übung. An der Übung waren die Feuerwehren aus Zell am Moos, Oberhofen, Guggenberg und Hof beteiligt. Weiters waren die Feuerwehrtaucher des Stützpunktes 4 und die Abschnittsfeuerwehrdrohnengruppe mit den Drohnen aus Oberhofen, Oberwang und St. Lorenz dabei.

Übungsablauf:

Übungsziel

Ziel der Eisrettungsübung war es, die Einsatzkräfte im sicheren Vorgehen bei Eisunfällen zu schulen. Besonderes Augenmerk lag auf:

  • Einschätzung der Eisstärke und Gefahrenbereiche
  • Anwendung verschiedener Rettungsmethoden bei eingebrochenen Personen
  • Sicherung der eigenen Einsatzkräfte
  • Kommunikation und Ablaufkoordination unter winterlichen Bedingungen

Theoretische Einführung

Zu Beginn erfolgte eine kurze theoretische Unterweisung durch ein Tauchausbildner, besprochen wurden:

  • Physikalische Grundlagen von Eisbildung
  • Erkennen von Schwachstellen und Gefahrenzonen
  • Selbstschutzmaßnahmen der Einsatzkräfte
  • Vorgehen bei verschiedenen Rettungsszenarien
  • Besonderheiten bei unterkühlten Patienten (Hypothermie-Management)

Praktische Stationen

Station 1 – Annäherung an die Einbruchstelle

Die Mannschaft übte die korrekte Annäherung in Bauchlage unter Verwendung von:

  • Steckleiterteilen
  • Rettungsbrett

Station 2 – Rettung einer eingebrochenen Person

Es wurden zwei Methoden trainiert:

  1. Rettung mittels Steckleiter
  2. Rettung mittels Rettungsbrett

Die eingespielten Trupps zogen die verunfallte Person behutsam aus dem Eisbereich und ans sichere Ufer.

Erkenntnisse und Übungsanalyse

Die Übung verlief erfolgreich und ohne Zwischenfälle. Folgende Punkte wurden positiv hervorgehoben:

  • Sehr gute Zusammenarbeit der Trupps
  • Schnelle Reaktions- und Rettungszeiten
  • Sicherer Umgang mit den Rettungsmitteln

Die Eisrettungsübung stellte eine wichtige Vorbereitung für mögliche Einsätze während der Wintermonate und der anstehenden Tauperiode dar.