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Stützpunktwesen Öffentlichkeitsarbeit Allgemein

Pressekonferenz 23.09.2026: Feuerwehr im Dauer-Waldbrand-Einsatz

Bezirk Voecklabruck zur Übersicht

Mitglieder und Budget gefordert: 55.000 Feuerwehrmitglieder waren heuer bei rund 3.500 Wald- & Vegetationsbränden im Einsatz. Seit 2020 wurden über 20 Mio. Euro Feuerwehrbudget in Spezialausrüstung investiert.

Waldbrände fordern Österreichs Feuerwehren

© BFKDO ND (BGLD)

Wald- und Vegetationsbrände haben in Österreich eine neue Dimension angenommen. Seit dem Frühjahr 2026 waren rund 55.000 Feuerwehrmitglieder bei etwa 3.500 Bränden gefordert. Die Entwicklung zeigt, dass eine strategische Ausrichtung und langfristige Planung für diese Einsatzszenarien notwendig sind.

Ein wesentlicher Vorteil Österreichs ist das flächendeckende Feuerwehrnetz mit einer hohen Zahl freiwilliger Mitglieder. Gerade bei langwierigen und gefährlichen Waldbrandeinsätzen leisten sie ihre Arbeit überwiegend ehrenamtlich und unentgeltlich. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch schwieriges Gelände, Trockenheit, aufwendige Wasserversorgung und die notwendige Unterstützung aus der Luft.

Seit 2020 wurden, unterstützt durch den Waldfonds, mehr als 20 Millionen Euro aus Feuerwehrbudgets in Spezialausrüstung und Infrastruktur investiert. Angesichts der steigenden Herausforderungen ist ein gesamtstaatlicher Diskurs über die zukünftige Absicherung der Waldbrandbekämpfung notwendig.

Die Feuerwehren in Österreich legen seit Jahren ihren Fokus sehr stark auf die Bewältigung von Naturgewalten, heuer standen Waldbrände eindeutig im Mittelpunkt. Es ist höchst an der Zeit, diese Herausforderungen gesamtstaatlich zu betrachten und mit ausreichend finanziellen Mitteln sowie Infrastruktur abzusichern. Über 260.000 zum großen Teil ehrenamtlich tätige Feuerwehrmitglieder im Einsatzdienst leisten eine hervorragende Arbeit, sind rund um die Uhr einsatzbereit, bilden sich weiter, üben so oft sie können und machen sich Gedanken, wie wir auch in Zukunft unseren Mitmenschen helfen können. Dafür braucht es aber Rahmenbedingungen, ohne die unser Feuerwehrsystem langfristig nicht mehr in der gewohnten Form funktionieren wird. Im Fall der Waldbrände ist die Zuständigkeit aus unserer Sicht eindeutig beim Bund. Hier gilt es nun vom Reden ins Tun zu kommen. Und zwar rasch.

Wald als Erholungs- und Lebensraum

© Thomas Zeiler (STMK)

Aufgrund der unterschiedlichen Topografie machen sich je nach Region unterschiedliche Herausforderungen bemerkbar. Die erschwerte Zugänglichkeit in steilem, unwegsamem hoch- bzw. voralpinem Gelände – häufig in Schutzwald- und Quellschutzgebieten – fordern Einsatzkräfte, während andernorts Munitionsbelastung für eine zusätzliche Gefährdung sorgt. Wälder sind Erholungs- und Lebensraum für Mensch und Tier und erfüllen eine wichtige Rolle für das Klima. Als “grüne Lunge” sind wir auf eine reiche Vegetation angewiesen, weshalb neben der Brandbekämpfung auch der Schutz und die Pflege der Wälder entscheidend für die Zukunft sind.

Forderungen des ÖBFV

© Georg Riernößl (OÖ)

Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband fordert insbesondere die Sicherstellung der erforderlichen technischen Ausrüstung und Spezialfahrzeuge, der persönlichen Schutzausrüstung sowie einer fundierten Ausbildung. Auch die Verfügbarkeit von Hubschraubern muss gewährleistet sein.

Während die Arbeits- und Einsatzleistung der Feuerwehrmitglieder zum überwiegenden Teil freiwillig und unentgeltlich erbracht wird, braucht es bei Fahrzeugen, technischer Ausrüstung, persönlicher Schutzausrüstung und Ausbildung eine entsprechende finanzielle Unterstützung. Diese Kosten können aufgrund des steigenden Bedarfs nicht von den Freiwilligen Feuerwehren und Gemeinden getragen werden. Der ÖBFV sieht hier den Bund in der Verantwortung, die notwendigen finanziellen Mittel für die Waldbrandbekämpfung sicherzustellen.

Pressekonferenz zum Nachsehen

Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV) lud am 23.09.2026 zu einer Pressekonferenz.

Am Podium:

  • FPräs Robert Mayer, Präsident des ÖBFV und Landesfeuerwehrkommandant Oberösterreich
  • LBD Dietmar Fahrafellner, Landesfeuerwehrkommandant Niederösterreich
  • LBD Reinhard Leichtfried, Landesfeuerwehrkommandant Steiermark
  • LBD Jakob Unterladstätter, Landesfeuerwehrkommandant Tirol

 

Im Rahmen der Pressekonferenz waren auch die Landesfeuerwehrkommandanten der anderen fünf Bundesländer für Gespräche zur Verfügung.